22. Juli 2026

Familienarmut in Sachsen


Familienarmut in Sachsen – Handeln statt Wegsehen!

Armut von Alleinerziehenden darf in Sachsen nicht länger hingenommen werden. Familien, die jeden Tag Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, verdienen Unterstützung und keine Politik des Wegschauens.

Deshalb habe ich im Sächsischen Landtag eine Kleine Anfrage (Drucksache 8/6900) gestellt, um die tatsächliche Situation von Alleinerziehenden und ihren Kindern in Sachsen transparent zu machen. Mir war wichtig, belastbare Zahlen zu erhalten, denn nur auf einer ehrlichen Datengrundlage können politische Entscheidungen getroffen werden.

Ich wollte unter anderem wissen: Wie viele Alleinerziehende seit 2020 Bürgergeld beziehen. Wie viele Kinder Unterhaltsvorschuss erhalten. Wie hoch das Armutsrisiko von Alleinerziehenden im Vergleich zu Paarfamilien und zum Bundesdurchschnitt ist.

Die Antwort der Staatsregierung zeichnet ein alarmierendes Bild.

34,8 % der Haushalte mit einem alleinerziehenden Elternteil und Kind(ern) in Sachsen gelten als armutsgefährdet.

Das bedeutet: Mehr als jede dritte alleinerziehende Familie lebt mit einem hohen Armutsrisiko – häufig nur knapp über oder sogar am Existenzminimum. Für viele Betroffene ist jeder Monat eine neue Herausforderung. Steigende Mieten, höhere Energiepreise und die allgemeinen Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation zusätzlich.

Zum Vergleich: zwei Erwachsene mit einem Kind: 9,5 %, zwei Erwachsene mit zwei Kindern: 30,3 % , alleinerziehende mit Kind(ern): 34,8 %

Hinter diesen Zahlen stehen keine Statistiken, sondern Menschen. Mütter und Väter, die oft Familie und Beruf allein organisieren, jeden Euro zweimal umdrehen müssen und ihren Kindern trotzdem eine gute Zukunft ermöglichen möchten. Viele verzichten auf Freizeitaktivitäten, Urlaubsreisen oder notwendige Anschaffungen. Häufig fehlt sogar das Geld für gesunde Ernährung, Nachhilfe oder Vereinsbeiträge.

Gerade Kinder dürfen jedoch nicht unter den finanziellen Sorgen ihrer Eltern leiden. Chancengleichheit beginnt nicht erst in der Schule, sondern mit den Lebensbedingungen in den Familien.

Familien brauchen deshalb endlich echte Unterstützung statt immer neuer Versprechungen.

Dafür setzt sich die AfD ein: Kostenfreies Mittagessen für alle Kinder in Kindergärten und Schulen. Mehr finanzielle Unterstützung für Familien. Ein familienfreundliches Elterngeld mit echter Planungssicherheit. Bezahlbaren Wohnraum für Familien. Eine Politik, die jungen Menschen wieder Mut macht, eine Familie zu gründen und Verantwortung für Kinder zu übernehmen.

Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. Wer Familien stärkt, stärkt die Zukunft unseres Landes. Die Zahlen liegen jetzt auf dem Tisch – nun müssen den Worten endlich Taten folgen. Ihre Doreen Schwietzer

Die vollständige Antwort auf meine Kleine Anfrage (Drucksache 8/6900) finden Sie hier: https://redas.landtag.sachsen.de/redas/download?datei_id=51161