9. April 2026

Weniger Vergütung für Psychotherapie

Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen entwickelt sich in Europa in eine Richtung, die uns alle alarmieren sollte.
Aktuelle Zahlen der WHO zeigen:
Jedes siebte Kind bzw. jeder siebte Jugendliche lebt mit einer psychischen Erkrankung.
Bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren ist es bereits jede vierte.
Auch in Deutschland ist Suizid eine der häufigsten Todesursachen bei jungen Menschen zwischen 15 und 29 Jahren.
Und gleichzeitig werden die Honorare derjenigen gekürzt, die helfen sollen.
Während Kinder und Jugendliche unter wachsendem Druck stehen – durch ein schnelllebiges System, permanente digitale Reize, Leistungsdruck, Mobbing, Gewalt, sexuelle Belästigung und fehlende echte Bindung – werden ausgerechnet die Strukturen geschwächt, die sie auffangen könnten.
Gekürzte Honorare bedeuten am Ende:
weniger Therapieplätze, längere Wartezeiten, weniger Zeit pro Mensch.
Und genau diese Zeit ist entscheidend.
Es wird viel über mentale Gesundheit gesprochen.
Doch die politischen Entscheidungen gehen oft in die entgegengesetzte Richtung.
Kinder und Jugendliche brauchen mehr als Diagnosen und Wartelisten.
Sie brauchen echte Aufmerksamkeit, stabile Beziehungen und verlässliche Unterstützung.
Wer an der psychotherapeutischen Versorgung spart, spart an der Zukunft unserer Kinder.
Es reicht nicht, Probleme zu benennen.
Es braucht endlich andere Prioritäten – und echte Investitionen, bevor aus Überforderung Verzweiflung wird.
Es ist mir ein zentrales Anliegen, die Familie wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Sie ist die wichtigste Kraft in unserer Gesellschaft – ohne sie geht es weiter bergab. Ich bin überzeugt: Wir müssen zurück zu echter Gemeinschaft, zu Halt und Verlässlichkeit. Familie bedeutet Ursprung. Und sie kann nur dann tragen, wenn wir sie stärken – auch durch eine verlässliche, gut ausgestattete psychotherapeutische Versorgung.
Quelle: WHO (Bericht zur psychischen Gesundheit in Europa, 2026) Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses (März 2026) – Kürzung der Vergütung für psychotherapeutische Leistungen um ca. 4,5 %, (u. a. Kassenärztliche Bundesvereinigung, Deutsches Ärzteblatt, ZDFheute) #afd, #gesundheitssystem,