Geschlechtereinträge in Sachsen

Am 21. April erschien in ,,Die Zeit" ein Artikel zu meiner parlamentarischen Anfrage Drucksache 8/6289. In meiner Anfrage ging es gezielt darum, wie viele Kinder und Jugendliche – insbesondere unter 14 Jahren – ihren Geschlechtseintrag geändert haben.
Der Artikel nennt dazu konkrete Zahlen: Die meisten Änderungen gab es in Leipzig mit 1.161 Fällen, gefolgt von Dresden mit 525 und Chemnitz mit 227. Die häufigste Änderung war der Wechsel von weiblich zu männlich (rund 38 %), gefolgt von männlich zu weiblich (knapp 24 %). Weitere Änderungen entfielen auf andere Kategorien. In ländlichen Regionen lagen die Zahlen deutlich niedriger.
Besonders relevant sind die Zahlen zu Minderjährigen: 331 Anträge betreffen Kinder und Jugendliche, davon 307 im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie mindestens 24 Kinder unter 14 Jahren. Die tatsächliche Zahl dürfte höher sein, da nicht alle Regionen diese Altersgruppe gesondert erfassen.
Genau hier liegen meine Bedenken.
Erkenntnisse aus Großbritannien zeigen, dass betroffene Kinder und Jugendliche häufig unter erheblichen psychischen Belastungen leiden – darunter Depressionen, Angststörungen, Selbstverletzungen und Suizidgedanken. Gleichzeitig wurde im Rahmen der sogenannten Cass-Überprüfung festgestellt, dass die wissenschaftliche Grundlage für medizinische Behandlungen bei Minderjährigen bislang begrenzt ist und langfristige Auswirkungen – auch bei Hormonbehandlungen – noch nicht abschließend geklärt sind.
Deshalb halte ich es für problematisch, dass junge Menschen in einer sensiblen Entwicklungsphase solche weitreichenden Entscheidungen selbst treffen können.
Aus meiner Sicht müssen Eltern dabei eine zentrale Rolle spielen. Kinder und Jugendliche brauchen Orientierung, Schutz, Aufklärung und verantwortungsvolle Begleitung. Eure Doreen Schwietzer
👉 Den vollständigen Artikel dazu findet ihr hier:
https://www.zeit.de/news/2026-04/21/rund-2-900-sachsen-haben-geschlechtseintrag-aendern-lassen�
